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Es werden Posts vom März, 2026 angezeigt.

239 Blitzlicht: Langsam in den Endspurt

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Nach nem Einkauf bei den Tafeln, mit ganz viel "Buff durch Schönheit" Bedarf: Danach Motiation gesammelt für die letzte Fuhre zum Wertstoffhof: Dann Kartoffelbrei, YouTubeBeef konsumieren und einschlafen und dann sehr müde die drei Hängeschränke abgehängt, jetzt meine Meer-Playlist hören, mir ne Bong gönnen und dann weiter schlafen. Ich fühle mich als wäre ich hundert, aber stolz und zufrieden. Mehr Meer fürs Ohr (Spotify) Mehr Meer fürs Ohr (YouTube) Ich bin zu glücklich-müde um mehr zu schreiben heute.

238 Blitzlicht: Der Eseltag

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Mir tut alles weh und dennoch denke ich es hat sich gelohnt: Ich bin früh mit zwei Säcken voll Schaumstoff und Stoff von der Matratze (ich hatte ja vor sie komplett zu zerlegen, aber so war sie wenigstens leichter und weniger windfängig), die dann im Regen beim Recyclinghof abgegeben, im mittlerweile leichten Hagel zum Baumarkt rüber und mir meinen besten Verbündeten geholt, Schuby, die Sackkarre. In bester Aprilmanier schien dann schon wieder leicht die Sonne und Schuby durfte freundlicherweise mit dem Bus mit mir nach Hause fahren, ich hielt ihn auch ganz fest. Bei der Befestigungsart des kaputten Kühlschranks auf Schuby muss ich an Pete denken und daran, dass ich aufhören muss an Pete zu denken... Buff durch Schönheit auf dem Weg... Dann durfte der Kühlschrank zu den anderen Kühlschränken ins ... sagen wir "Kühlschrank-Nirvana" wo er wieder eins mit allen Kühlschränken wird... ehrlich gesagt bin ich froh das Scheißding los zu sein... Buff durch Schönheit auf dem Heimweg sa...

237 Blitzlicht: Der kurze Traum vom Komfort

 ... der sehr sympatische Umzugsmensch war da, aber das ist mir zu teuer. Klar ist der Preis gerechtfertigt, aber das wäre utopisch für mein Einkommen, auch wenn meine Mutter mir das leiht. Leider bietet er auch keine Teillösung an. Ein Konkurrent bietet eine Teillösung an, aber auch die ist mir zu teuer. Montag werde ich, sobald die Rente und das Wohngeld drauf ist, einen Sprinter buchen, für 7.4. - 10.4., wenn dies klappt. Den hol ich dann hier ab und geb ihn oben ab. Im Idealfall mach ich Renovierung und Wohnungsabnahme während die Sachen hier im Transporter sind, dann muss ich nicht noch mal runterfahren. Dann kann ich den Flixbusgutschein für die Fahrt zu Muddys Hoffest verwenden. Ab Montag früh muss ich meine Gänge zum Recylinghof antreten, hoffe sie auch Montag noch durch zu habe, ich schätze ich muss minimum 3x. Einmal mindestens mit Sackkarre, die versuche ich mir am Baumarkt zu leihen. Ich hoffe ich krieg die Küche von der Wand... ach so ich muss schauen welchen Torx ich ...

236 Blitzlicht: Hindernisse und Dummheit

 Ich hab mich ewig rumgedrückt mit dem Kühlschrank zerlegen anzufangen und es erwies sich auch als nervig, aber irgendwann kam ich mal auf die eigentlich äußerst naheliegende Idee zu schauen wie schwer das Ding ist. Es ist echt leicht und mit Sackkarre prima zu transportieren. Wenn ich nicht grenzdebil wäre, hätte ich das schon vorher versucht. Egal wie doof ich bin, ich muss weiter machen. Restliche nicht dringend benötigtigte Wäsche eingepackt und zu den fertigen Kisten gestellt. Dann ersten Küchenschrank ausgeräumt und geschaut ob ich ihn allein abbauen kann... mepmepmöööö... Torx-Schrauben. Jetzt suche ich mal in den Untiefen meiner Technikiste nach nem Torx Schraubenzieher... und wenn nicht kaufe ich Montag einen... auf die Gefahr hin, dass ich die Schraube trotzdem nicht aufbekomme.  So jetzt hab ich wenigstens das große Küchenregal abgeräumt, so dass ich die unwichtigeren Sachen gleich in ne Kiste packen kann. Ich brauch ne Pause, dabei hab ich noch nicht wirklich was g...

235 Blitzlicht: Normalerweise liebe ich Sonntage...

 ... heute fühle ich mich nur massiv gebremst. Dadurch dass der Umzugstyp nicht aufgetaucht ist, werde ich heute noch mal Mails an Umzugsunternehmen verschicken und auch die Hephata kontaktieren (hatte ich Freitag vergessen, obwohl es auf meiner To-do-Liste stand, weil ich ein Depp bin).  Wenn ich morgen von keinem Umzugsunternehmen eine Nachricht bekomme, werde ich zum nächstmöglichen Termin nen Sprinter mieten, das allermeiste kann ich selbst runter transportieren, das Schlimmste wird das Ding nach Wilhelmshaven zu fahren. Ansonsten packe ich noch die vier Kartons die ich habe, dann muss ich eh schauen wann es losgehen würde, weil dann nur noch Sachen des täglichen Gebrauchs draußen sind.

234 Mein letzter Frühling in Aschaffenburg

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 Heute morgen bevor der Recyclinghof aufgemacht hat und jetzt wo ich auf den Typ vom Umzugsunternehmen warte... hab ich es endlich fertig gemacht, eine große Liebeserklärung an die Stadt (die schon viele Kleine bekam), die wie ein Trockendock für meine Psyche war. Ich konnte reparieren, es ist Zeit weiter zu ziehen. Wäre nicht alles so viel teurer geworden, wäre ich wahrscheinlich geblieben, so ist es Zeit Segel zu hissen und zu neuen Abenteuern aufzubrechen. Aber dieses Frühjahr habe ich im Wissen das ich gehen werde noch mal all das schöne hier gesammelt, schließlich bin ich Frederik die Maus, das ist mein Job:

233 Blitzlicht: Kisten packen und Hoffnung auf Umzugsunternehmen

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  Ich bin grad am Kistenpacken, an der Falttechnik bin ich schon fast gescheitert. Ich hasse mich für meine Ungeschicklichkeit... ich bin bei praktischen Dingen echt unbrauchbar, aber was soll ich machen, es macht ja keiner für mich. Nachher kommt der Typ vom Umzugsunternehmen um sich meinen Hausstand zu betrachten und einen Kostenvoranschlag zu machen... drückt mir die Daumen, dass ich mir den leisten kann. (höchstwahrscheinlich mit geliehenem Geld von meiner Mutter [ja meine Familie wird noch mehr lästern wie eh schon, aber sollen sie doch, ich weiß schon seit letztem Jahr, dass da nicht viel positive Gedanken über mich sind {vielleicht sogar verdienter Weise, will ich nicht abstreiten}, das Lästern wird sich irgendwann beruhigen und dann können sie wieder verdrängen, dass es mich gibt, bin dann 500 km weit weg]). ohne Unternehmen wird es noch viel anstrengender, aber auch das würde ich hinbekommen. Pragmatismus First und RPG Real Life sind momentan meine Lebensretter (klingt tol...

232 Blitzlicht: Würdige Nachfolgerin in Sicht

Die potentielle Nachmieterin war da. Eine sehr freundliche Frau, die die Lage der Wohnung anscheinend zu schätzen weiß, ich würde mich unglaublich freuen ihr diese wunderbare kleine Wohnung zu überlassen, der Vermieter war auch positiv eingestellt ihr gegenüber. Mir gegenüber war er ziemlich kritisch ob ich es schaffe bis dahin zu renovieren und ob es nach seiner Zufriedenheit sein wird... naja ich kann ihn ein wenig verstehen, es gab ja ein wenig Stress mit vor ein paar Monaten und 2021 schon mal. (siehe ganz unten im Text ) Hauptsache er nimmt die Nachmieterin, es wäre schön, wenn sie die Wohnung bekäme. Erstens weil sie mega sympathisch ist (sie hat mir sogar angeboten beim Umzug zu helfen), zweitens weil sie aus dem AWO Umfeld ist und ich hab die Wohnung über einen Kontakt aus einem ähnlichen Umfeld bekommen. Das wäre ein wunderschöner Gedanke. Und drittens WILL sie mitten in der Stadt wohnen. Sie ist perfekt für mein altes kleines Zuhause, ich hoffe es wird ihres. Heute war ich da...

231 Blitzlicht: Potentielle Nachmieterin schaut gleich die Wohnung an

Drückt mir die Daumen, dass sie sich instant in die Wohnung verliebt und gleich beim Vermieter unterschreibt. Dann fängt für mich halt ein riesiger Stress an, aber ich muss dann nicht für Mai und Juni doppelt zahlen.

230 Blitzlicht: Die Folgen meiner pragmatischen Heldentat

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Krieg ich das hin? Nein - mach trotzdem. Ich hab es gemacht! Ich bin nach Wilhelmshaven gefahren, wiedermal so umständlich wie möglich leider. Hab im Hotel am Ende der Straße übernachtet... Exkurs für die die das Buch "Das Café am Rande der Welt" nicht kennen: Ein gestresster Manager landet dort und findet auf der Karte drei Fragen: Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben? Den Rest müsst ihr lesen, recht gutes Buch. Und ich war im Hotel am Ende der Straße, es war nicht am Ende der Straße, aber wenn ihr es seht versteht ihr es oder werdet es nie verstehen: Den Rest dieser verrückten Reise schreib ich mal auf, wenn mein Kopf nicht vor zig pragmatischen Dingen, die erledigt werden wollen und vor hunderten tiefgründigen Gedanken, die gedacht werden wollen und vor tausenden Freude- und Stolzmomenten die getanzt werden wollen, geflutet ist. Heute war es es sehr pragmatisch, nach Nachmieter suchen, bei Vermieter hier kündigen, Wohnung schick mach...

229 Blitzlicht: Vorfreude und Vorbereitung und Nordseeweh

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Morgen fast noch in der Nacht geht es los... ich muss noch Wäsche waschen, gestern hab ich alle Unterlagen ausgedruckt und eingepackt. Mein Handy auf ein Backup zurückgesetzt, weil ich ich die Nummer des Vermieters irgendwie gelöscht hatte, Panik geschoben, mein WLAN-Passwort beim Neustart des Handys nicht mehr gewusst, das auch neu aufgesetzt und endlich mal benannt (wenn ihr mal ein WLAN namens "Hundsfott" findet, das könnte meines sein), gewartet das alle Apps sich neu laden (dauert ewig) und dann gemerkt dass ich die Nummer nur komisch eingespeichert hatte... Mal sehen welche Katastrophen heute noch warten... Ich werde also heute wahrscheinlich wieder nicht wirklich nen Text schreiben, vielleicht steame ich solange die Waschmaschine läuft Herr der Ringe Online, damit ich dort wenigstens in die Nähe von Belafas komme, wo Legolas die Möwen gehört hatte. Ich bin damit in Westerdeichstrich infiziert worden, da geht es diemal nicht hin, wäre mir auch zu touristisch und zu länd...

228 Blitzlicht: Tag am Meer

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Sonntag gehe ich auf große Fahrt, ehrlicherweise viel komplizierter als nötig gewesen wäre, aber ich wollte es mir leicht machen... und dabei kommt immer Chaos raus.  Egal es geht ans Meer, Wohnung anschauen. Montag nachmittag muss ich dort sein. Also hab ich ein einfaches Zimmer gebucht und halt ne Mischung aus Bahn und Flixbus... fragt nicht...  Ich liebe aber das Unterwegssein ansich, ich werde sicher Bilder, Videos und wahrscheinlich auch kurze Streams unterwegs und dann oben machen... Ich freue mich so und sollte echt nicht so hyped sein... Egal ein Tag am Meer...

227 Der Algorithmus ist nicht dein Helfer. Er verkauft deine Aufmerksamkeit.

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Bevor du weiterliest, eine einfache Frage: Kannst du Social Media zwei Wochen lang komplett weglassen, ohne dass es dir fehlt? Wenn ja, dann betrifft dich dieser Text wahrscheinlich nicht direkt. Wenn nein (oder wenn du zumindest nahe Menschen hast die es nicht können), dann könnte er vielleicht ein Denkanstoß sein. Denn die meisten Plattformen funktionieren weniger wie ein Kommunikationsmedium und mehr wie ein Spielautomat. Der Suchtstoff ist Resonanz. Jedes menschliche Wesen braucht Resonanz. Das ist erst mal nichts Pathologisches, sondern eine Grundfunktion sozialer Wesen. Aber Social Media hat gelernt, dieses Bedürfnis sehr effizient auszunutzen. Dabei spielen zwei Arten von Resonanz eine Rolle, bei jedem sicher unterschiedlich gewichtet: Die erste ist Bestätigung. Algorithmen zeigen uns bevorzugt Inhalte, die zu unseren bestehenden Überzeugungen passen. Wir fühlen uns verstanden, klug, bestätigt. Genauso bei Inhalten, die wir offen...

226 Sex als Ramschware

In diesem Text wird ein generisches Femininum verwendet, gemeint sind damit natürlich immer alle Geschlechter. Prostitution ist eines der letzten Tabus... nicht weil sie verboten ist, sondern weil wir uns weigern, ehrlich darüber zu reden. Für die einen ist sie ein notwendiges Ventil für männliche Sexualität. Für die anderen ein System der Ausbeutung, das komplett abgeschafft werden sollte. Meiner Meinung nach ist sie heute vor allem eines: Eine Verramschung von körperlicher Intimität. Lasst uns deshalb mal ehrlich reden? Braucht unsere Gesellschaft Prostitution wirklich? Gibt es weniger schädliche Formen davon? Denn wenn wir über Prostitution reden, reden wir meist über zwei Bilder, die beide nur einen kleinen Teil der Realität zeigen. Das erste Bild ist die selbstbestimmte Escort, das Sugarbabe, die Domina usw., die sich ihre Kundinnen aussucht, hohe Preise verlangt und ihre Arbeit kontrolliert. Das zweite Bild ist die Zw...

225 Warum schreibe ich?

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Den wichtigsten Grund zu schreiben, stellt für mich der einfache Gedanke dar, dass ich zeigen möchte wie übervoll jedes Menschenleben ist. Wenn ich mein Leben aufschreibe, dann nicht, weil es außergewöhnlicher wäre als andere, sondern gerade an meiner Gewöhnlichkeit soll man sehen können, wie viel in einem einzelnen Leben steckt: Gedanken, Bedürfnisse, Gefühle, Prägungen, Erinnerungen, Konflikte, Erfahrungen, politische Haltungen, Zweifel und Hoffnungen. Es soll hierdurch klar werden, dass jeder Mensch in gewisser Weise ein eigenes Universum darstellt und jede Sekunde dieses vergänglichen Universums unwiederbringlich ist. Mein performatives (fast) Live-Schreiben ist für mich deshalb auch ein Versuch zu zeigen, wie man anderen Menschen gerecht begegnen kann. Für mich führt dieser Weg über einen einfachen Dreiklang: Erstens: Reflektiert euch! Ich glaube, dass die Quest, ein guter Mensch zu werden, überhaupt erst beginnt, wenn man mit Selbstreflexion anfängt. Ohne sie startet diese Reise ...

224 BLITZLICHT! Kafka Quest weiter geführt

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  Ich habe die Kafka Quest einen Schritt weiter gebracht und "Der Steppenwolf" fertig gelesen und das Ende war noch viel besser als ich es je zu hoffen gewagt hatte. Jetzt höre ich um mich selbst zu belohnen "Rock me Amadeus" und geh mir im 24 Laden ne Tüte Chips kaufen. Ich feiere das Leben und übe das Lachen, Herr Pablo. P.S.: Wer wissen will was die Kafka Quest ist wird hier fündig: Die Kafka Quest (unvollendet)

223 Frauen sind so schwer zu verstehen

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Eine verrückte Idee: Wenn man Frauen verstehen will, könnte man Frauen zuhören. Am Ende sogar unterschiedlichen. Ich weiß, klingt radikal. Keiner der folgenden Texte richtet sich nur an Männer. Alles, was ich dort beschreibe, betrifft Menschen aller Geschlechter. Es ist nur die Perspektive einer weiblich sozialisierten Person auf diese Themen. Lasst uns also diskutieren! Eine Auswahl an Redditthreads: Beziehung ohne Person       Warum könnten so viele "nette Männer" Single sein? Wie können Menschen Selbsttragfähigkeit lernen? Zuhören lohnt sich immer! "Ich hab das nicht so gemeint" - Die Influencer Entschuldigung Wenn Moral als Identität behauptet wird   Pervers ist es nur wenn du keinen findest, der freiwillig mitmacht P.S.: Die Arie bedeutet natürlich nicht, dass ich alle Männer für so verdorben halte wie den Herzog von Mantua aus Rigoletto. Aber sie passt herrlich zum Thema: Männer reden über Frauen, statt mit ihnen. 

222 Die Welt ist schön

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Die Welt ist schön. Das klingt wie ein einfacher Satz, fast wie ein Kalenderweisheitsspruch. Aber ich meine ihn wörtlich und er hilft mir jeden Tag weiter zu gehen. Die Welt ist schön, unabhängig davon, ob mein Leben gerade leicht oder schwer ist. Sie ist schön, wenn ich glücklich bin, und sie ist schön, wenn ich völlig erschöpft durch einen Tag laufe. Sie ist schön ob ich existiere oder nicht. Die Schönheit der Welt hängt nicht davon ab, wie es mir geht, oder ob ich hinsehe. Sie ist einfach da. Und deshalb will ich Frederik die Maus sein und die Schönheit der Welt sind die Sonnenstrahlen, die ich für schlechte Tage sammle. Diese Schönheit bedeutet für mich Musik, Filme, Literatur, Games, also Kunst in ihrer Größe und wunderschönen Banalität. Und sie bedeutet Verständnis über diese unglaublich komplexe Welt, dass ich mir erarbeiten kann... ... und die Schönheit, die die Welt um mich einfach bietet. Heut auf dem Weg zu den Tafeln: Die Welt ist schön, ob ich hinsehe oder nicht.  ...

221 Little Britain

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Die Musikinseln Ich gestehe etwas: Ich bin britophil. Ich weiß nicht genau, wer daran schuld ist. Wahrscheinlich war es Monty Python, nein Terry Pratchett muss schuld sein, Dr. Who kam erst später für mich, also müssen es die Beatles verbrochen haben, neee Mick Jagger und seine Unvergänglichen müssen der Ursprung gewesen sein, quatsch, niemand ist wie Freddie Mercury, also war er es... na ich bin doof Ozzy Osbourne sah schon immer schuldig aus, er war es, also zumindest an dieser Liste sind Black Sabbath tatsächlich schuld.  Denn wie so oft hörte ich Musik und plötzlich poppte ein Gedanke in meinem Kopf auf: Moment… Black Sabbath waren doch aus Birmingham. Und dann hörte es nicht mehr auf. Beatles. Rolling Stones. Bowie. The Clash. Pink Floyd. Motörhead. Adam Kay. Prodigy. Dire Straits. Clapton... Britische Künstler* scheinen große Teile meiner Musikwelt zu bewegen. Immer wieder tauchte noch jemand auf. „Moment, der fehlt noch.“ „Ach, und die natürlich auch.“ „Moment, ich hab noch ...

220 A Child of Big Fish

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Da sich Geschwister nun mal Eltern teilen, rede ich hier immer von unseren Eltern, auch wenn meine Geschwister möglicherweise andere Ansichten zu ihnen haben. Kennt ihr den Film "Big Fish"? Wir sind mit zwei Big Fish aufgewachsen. Damit meine ich nicht Menschen, die Geschichten erfinden. Unsere Eltern haben beide auf ihre Art so manche Geschichte übertrieben, aber nicht erfunden. Sie haben dieses Leben tatsächlich gelebt. Und wenn Menschen so leben, dann wirken sie auf andere irgendwann wie Figuren aus Geschichten, selbst wenn alles wahr ist. Unser Vater war äußerlich kein großer Mann. Etwa eins siebzig groß, Bauch, nur ein Arm nach einem Unfall (ok, das Detail ist an sich schon wieder "Big Fish"). Trotzdem konnte er einen Raum füllen, als wäre er riesig. Er war cholerisch, stur wie die Hölle, rücksichtslos seiner Familie gegenüber, ein Querulant, ein Musiker und ein Lump, aber gleichzeitig gebildet, intelligent, humorvoll, ein guter Freund und voller Energie. Er sp...

219 Innere Rechtsprechung IV – Der Henker wird Richter

Nachdem mir klar wurde, dass der innere Henker eine Funktion hatte, nämlich die mich einzubremsen und nicht zu einem Menschen werden zu lassen, der wie es mir mein Vater, mein Bruder H. oder meine Oma einfach über die  Bedürfnisse anderer hinweg trampelte.  Ohne die ständige Bewertung war ich für mich angenehm ruhig, aber auch ziemlich kalt. Also wollte ich ihn einbinden und ihm einen Job geben. „Gut“, dachte ich mir irgendwann, „wenn man schon mal ohne Todesangst mit dir reden kann...“ Das klingt absurd, aber so fühlte es sich tatsächlich an. Als würde ich mich mit einer Figur aus meinem eigenen Kopf an einen Tisch setzen. „...du hast eigentlich eine Aufgabe“, sagte ich ihm sinngemäß. „Du bist dafür da, dass ich mich nicht wie ein Arschloch verhalte. Dass ich andere Menschen möglichst fair behandle. Dass ich darüber nachdenke, ob das, was ich sage oder tue, gerecht ist... Was du aber nicht mehr darfst“, fuhr ich fort, „ist mir jedes Mal das Existenzrecht absprechen, denn ich ...

218 Innere Rechtsprechung III – Der Henker streikt

Ich antwortete Pete also, weder freundlich noch diplomatisch. Der innere Richter hatte sich schließlich aus der Sache zurückgezogen und ich fühlte keinerlei Bedürfnis mich zu entschuldigen. Pete blieb trotzdem überzeugt, im Recht zu sein. Das war vielleicht der Moment, in dem etwas zwischen uns endgültig zerbrach. Pete blieb bei seiner Meinung, dass seine Probleme wichtiger seien als meine. Dass jemand seine eigenen Schwierigkeiten als viel wichtiger bewertet als die eines angeblich geliebten Menschen, erschien mir nicht nur unfair, sondern schlicht absurd. Während wir weiter miteinander stritten, fiel mir etwas Merkwürdiges auf... Der innere Richter meldete sich weiterhin nicht. Für ihn galt Pete nun als zu ungerecht, als dass meine eigenen Entgegnungen noch betrachtenswert gewesen wären. Das bedeutete allerdings auch, dass ich plötzlich etwas tun musste, was ich vorher kaum geübt hatte: selbst entscheiden, wann ich nachgebe und wann ich einfach sage, dass mir etwas zu weit geht. Und ...

217 Befähigt Kapital zur Machtausübung?

Eine Minimal-Utopie Ich hatte mich ja sehr eingehend mit meiner Dystopie des Firmenfeudalismus beschäftigt (wer mal reinschauen mag findet auf Reddit meinen Sammelthread) und es war an der Zeit, einen Gegenentwurf dazu zu bauen. Der folgende Text ist von verschiedenen Ideen beeinflusst, auf die ich jetzt hier nicht genau als Quelle eingehen werde. Kennerinnen werden sicher das ein oder andere erkennen. (Im Text wird wo nötig wieder ein generisches Femininum verwendet) Dieser Text beschreibt keine perfekte Gesellschaft. Er beschreibt auch keine vollständige Lösung für die vielen Ungerechtigkeiten unserer Welt. Er versucht lediglich, eine einzige Grundannahme zu verschieben, weshalb ich ihn Minimal-Utopie nenne. Produktionsmittel gehören nicht dem Volk, das soll hier auch nicht geändert werden. Sie müssen nicht dem Volk gehören, Unternehmen können weiterhin privat sein, Gewinne können weiterhin erzielt werden und Vermögen kann weiterhin entstehen. Was mein Gedankengebäude verändern soll...

216 Innere Rechtsprechung II - Der Richter schweigt

Der Henker verschwand also nicht sofort aus meinem Kopf. Das führte zu einer Situation, die ich damals selbst kaum fassen konnte. Und das war so seltsam es klingt, ein Streit auf WhatsApp mit Pete. Wir schrieben hin und her, und wie leider so oft in solchen Gesprächen verschob sich der Ton immer weiter. Irgendwann ging es längst nicht mehr um das ursprüngliche Thema, sondern nur noch darum, wer gerade den schärferen Satz formulieren konnte. Pete machte sich über mich lustig. Nicht einmal, sondern immer wieder. Oft kam irgendeine Variante von „haha“, „Mimimi“ oder etwas ähnlich Herablassendes zurück. Auch bei Dingen, die für mich wirklich ernst waren. Irgendwann schrieb ich einfach einen Satz, ohne groß darüber nachzudenken: „So ist das Leben.“ Ein völlig unspektakulärer Satz. Einer dieser Sätze, die Menschen ständig sagen. Er sagte das habe sein verstorbener Vater immer gesagt, ich dachte (wenig erwachsen, das ist mir klar): "So jetzt kriegst du es zurück." und schrieb noch m...

215 Innere Rechtssprechung I - Der Henker in meinem Kopf

Es gibt eine Instanz in meinem Kopf, die ich früher „innerer Richter“ nannte. Das klingt zunächst nach Gewissen, nach moralischer Instanz, nach etwas, das Menschen sogar brauchen. In Wirklichkeit war mein Richter eher ein Henker. Er richtete nicht über andere Menschen. Er richtete ausschließlich über mich. Seine Urteile waren eindeutig, endgültig und eiskalt. Wenn ich einen Fehler machte, erklärte er mir nicht nur, dass es ein Fehler war. Er erklärte mir, dass ich der Bezeichnung Mensch nicht würdig sei. Todesurteil war seine häufigste Strafe. Das klingt dramatisch, aber für mich war es über Jahrzehnte Alltag. Immer wenn etwas schiefging, immer wenn ich auch nur entfernt glaubte, jemanden enttäuscht zu haben, konnte diese Stimme mir erklären, dass ich eigentlich kein Recht hätte zu existieren. Dann kam Lithium in mein Leben und hat verrückter weise den Notausgang geschlossen. Damit meine ich die latenten Suizidgedanken, die früher immer irgendwo im Hintergrund existierten. Egal wie lau...