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315 Communities und Influencer-Werbung

 Influencer-Communities und Werbung Dieser Text entstand aus den weiterführenden Gedanken zu den Kommentaren zum Text Vapes - Déjà-vu eines Rauchers . Außerdem knüpft er an zwei ältere Texte von mir an: einen über parasoziale Beziehungen und einen sehr augenzwinkernden Text Holy . Der Text arbeitet wieder mit einem generischen Femininum, gemeint sind alle Geschlechter. Englische Berufsbezeichnungen verwende ich in ihrer ursprünglichen Form. Der Text über Holy endete mit der Ankündigung, dass sie mich irgendwann schon kriegen würden. Nun ja, es ist passiert. Ich habe Holy getrunken. Nicht einmal, weil ich es gekauft hätte. Ich half meinem Herrn Schmitt beim Umzug. Es war heiß. Er meinte, ich könne mir einfach ein Iso-Getränk machen. Ich nahm das Päckchen in die Hand, drehte es um und musste lachen. Holy! “Du hast Holy?”, fragte ich belustigt. "Ja. Ein Bekannter von mir hat eine Kooperation mit Holy.“ (Kleine Rezension am Rande: War völlig in Ordnung, trinkbar.) Aber eig...

314 Blitzlicht: Endlich Dangast

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 Dieses Blitzlicht möchte ich der Betreiberin eines kleinen Second-Hand-Ladens in Wilhelmshaven widmen. Als ich noch ganz neu hier war, hat sie mich unglaublich freundlich empfangen und sich viel Zeit genommen, mir Tipps für die Umgebung zu geben. Einer dieser Tipps war Dangast. Mit einem Satz machte sie mich neugierig: “Fahr am Wochenende hin. Dann gibt es dort den besten Rhabarberkuchen der Welt.” Von diesem Moment an wollte ich nach Dangast. Wochenlang kam immer etwas dazwischen, erst mein eigener Umzug, dann der Besuch auf Wangerooge, dann der Kurztrip nach Hamburg, dann war das Wetter schlecht, dann wieder viel zu heiß, an einem Wochenende war ich bei meiner Familie in Franken, Ende Mai lernte ich dann den wunderbaren Herrn Schmitt kennen, der allerdings mitten im Umzug steckte. Zwischen Verliebtheit, Umzugswahnsinn und all den anderen Plänen rückte Dangast immer weiter nach hinten. Am 21. Juni war es dann endlich so weit. Dangast ist wirklich ein wunderschöner ...

313 Vapes - Déjà-vu eines Rauchers

  Ich verwende ein generisches Femininum und meine damit alle Geschlechter. Als ich heute wieder ein Video über Vapes gesehen habe, musste ich an eine Zeit zurückdenken, in der ich selbst begeistert gedampft habe. Bevor ich damals mit dem Dampfen angefangen habe, war ich ungefähr 30 Jahre lang Raucher. Doch als die ersten E-Zigaretten aufkamen, war das eine völlig andere Welt als die heutigen Einweg-Vapes. Wir hatten Metall-Akkuträger und abschraubbare Verdampfer, haben selbst Wicklungen gebaut, Watte eingezogen, Liquids gemischt und über die Technik diskutiert. Das Ganze war fast schon ein Nerd-Hobby. Quasi alle Dampferinnen, die ich damals kannte, waren vorher Raucherinnen und wollten meist von der Zigarette weg. Manche wegen ihrer Gesundheit, manche wegen ihrer Familie, manche wegen des Geldes, manche wegen des Geruchs und viele einfach, weil sie hofften, eine weniger schädliche Alternative gefunden zu haben, ohne auf Nikotin verzichten zu müssen. Ich halte diese...

312 So schön, schön war die Zeit...

 Heute hat Facebook mir wieder einen alten Beitrag vorgeschlagen (siehe Link ganz unten). Einen, den ich mittlerweile fast jedes Jahr noch einmal teile. Und jedes Jahr lasse ich den Text unverändert. Zum einen leider: “Wenn nicht die Hälfte Deutschlands gerade ihren xenophoben Trieben freien Lauf ließe und mir das scheiß Angst machen würde…” Ich hoffe immer noch, dass irgendwann der Tag kommt, an dem ich diesen Halbsatz streichen kann. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn er einfach nicht mehr wahr wäre. Auf der anderen Seite kann ich mein Glück kaum fassen. Denn der andere Teil stimmt seit Jahren genauso. Damals schrieb ich: “Mein Leben war noch nie so gut wie jetzt. Aber damals dachte ich das auch schon.” Das Verrückte ist: Auch heute stimmt dieser Satz schon wieder. Manche Menschen sind nicht mehr Teil meines Lebens, neue Menschen sind Teil meines Lebens geworden, manche waren nur kurz ein Teil davon. Aber eines ist geblieben: Das größte Glück und das größte ...

311 Erfahrungsbericht zum Monat Abstinenz von US Big Tech und speziell Social Media ohne Algorithmen

Das ist mein Erfahrungsbericht über den Monat mit den Europäischen Alternativen zu US Big Tech und speziell Social Media ohne Algorithmen. Diese Ersatz-Plattformen fühlten sich für mich lauwarm an, schal, abgestanden… nach Kaffee ohne Koffein. Es ist grundsätzlich Social Media aber ist kein Wirkstoff drin. Danach wusste ich auf jeden Fall: es sind die Algorithmen, nach denen ich süchtig bin. Das ist eine gute Erkenntnis. Die schlechte Erkenntnis ist diese Plattformen ohne Algorithmen würden es niemals schaffen, mir das zu ersetzen, was ich an Social Media mag und brauche. Bei manchen ist es die Bubble auf der Plattform selbst. Besonders zu nennen ist hier Substack bei dem die Bubble quasi nur aus Bildungsbürgern und Autoren besteht. Das hört sich immer nach Leuten an, die so unglaublich offen sind. Sind sie auch, solange du nicht versuchst, einer von ihnen zu werden. Im Prinzip sind ein Teil der Menschen gegen die ich schreibe. Und der einzige Teil der erwachsenen Mensch...

310 Über die unangenehmen Anfänge in Pornos

Das hier ist eine persönliche Beobachtung zu Mainstream-Pornografie. Es geht ausdrücklich nicht um Sexualität an sich, nicht um das eigentliche Rein-Raus im Porno, nicht um den allgemeinen Realismus von Körpern und Leistung, auch nicht um alle Formen von Pornografie, (z.B. BDSM, Amateur-Formate oder Pornos ‘für Frauen’ können total anders aufgebaut sein, ohne dass ich jetzt über eine Bewertung dieser Formate diskutieren möchte). Es geht ausschließlich um den wiederkehrenden Aufbau in einem großen Teil von Mainstream-Produktionen, genauer gesagt die kleinen Storys vor dem eigentlichen Sex. Wie wird also die Begegnung, die Situation, die Rollen, die Beziehung der Menschen zueinander inszeniert? Meine persönliche Wahrnehmung dieses Vorspanns ist, dass er sich in vielen Fällen nach einem sehr gleichförmigen Muster entwickelt. Menschen, die aufgrund der Situation oder großer Unterschiede im normalen Alltagskontext nur unwahrscheinlich sofort intensiven Sex hätten, sind nach 2...

309 Meine einzige echte Red Flag 🚩

​ Es wird ein generisches Femininum verwendet, gemeint sind alle Geschlechter. Ich höre immer darauf, wie Menschen über die reden, die nerven, die im Weg stehen, die unangenehm sind und ganz besonders über ihre ehemaligen Partnerinnen. Nicht, weil ich erwarte, dass jeder immer verständnisvoll und zenartig durch die Welt schwebt. Menschen sind genervt, verletzt, wütend und dann manchmal ungerecht. Das ist schlichtweg menschlich und Freundinnen/Partnerinnen sind auch dafür da sich mal den Frust vom Herzen zu reden. Aber ich höre darauf, ob andere Menschen in diesen Geschichten noch Menschen bleiben. Die beste Prüfung sind oft die Ex-Freundinnen. Wenn angeblich jede Ex eine Narzisstin, ein Arschloch oder eine manipulative Dämonin war, werde ich vorsichtig. Nicht, weil das unmöglich wäre. Sondern weil ich mich frage, warum in all diesen Geschichten kein eigener Anteil, kein Zweifel an der eigenen Sicht der Dinge und keine Grautöne vorkommen. Ein einfaches: "Naja, es hat halt nic...