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Kapitel 6 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Warum ich es überhaupt bis 2009 geschafft habe Latente Suizidgedanken hatte ich etwa seit meinem elften oder zwölften Lebensjahr. Akute mal mehr und mal weniger häufig. 2009 war ich siebenundzwanzig Jahre alt. Man könnte ausrechnen, an wie vielen Tagen ich mich in diesen Jahren nicht umgebracht habe. Man könnte die Tage berechnen, an denen ich mich bewusst oder unbewusst gegen den Suizid entschieden habe, aber auch so wird klar: Es hat Gründe gegeben, die mich am Leben hielten. Einer dieser Gründe war meine Liebe zu Musik, Geschichten, Filme, Games und Fantasie. Bei uns war das erlaubt. Lesen war nicht nur geduldet, sondern erwünscht. Bücher standen überall, Kino war nichts Verruchtes, Musik nichts Verdächtiges. Man durfte sich für Dinge begeistern, auch für seltsame. Ich habe Bücher verschlungen, Filme aufgesogen, Serien geliebt, Welten gebaut und bewohnt, die mir sagten, solange du dein Innen hast bist du immer frei. Popkultur ist für mich kein Zeitvertreib, sondern ein Denkraum. Ort...