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204 Bücherfresser a.D.

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Beim Lesenlernen hasste ich Lesen, meine Mutter meinte: "Du wirst es irgendwann lieben!". In meiner kindlichen Sturheit die später auch zu dem Spitznamen "DrachenSchaf" führte, glaubte ich ihr absolut nicht. Mein erstes selbst gelesenes Buch weiß ich noch genau. Es war „Oh, wie schön ist Panama“, von Janosch, in Schreibschrift gedruckt. Warum ausgerechnet dieses Buch der Anfang war, weiß ich nicht einmal sicher. Ich weiß nur, dass meine Mutter in diesem Moment keine Zeit hatte, mir daraus vorzulesen. Ich war ungefähr in der dritten Klasse, konnte Buchstaben lesen, wusste das auch, aber hatte Lesen bis dahin eher als etwas erlebt, das man gezwungenermaßen macht oder das jemand für einen erledigt. Und dann saß ich da mit diesem Buch und dachte mir sinngemäß: "Bevor ich jetzt warte, bis sie Zeit hat, lese ich es halt selbst.". Und das ging. Nicht Buchstabe für Buchstabe, nicht mühsam, sondern als Geschichte. Ich verstand, was da stand. Ich konnte dem folgen. ...