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Es werden Posts vom August, 2026 angezeigt.

327 Schuldfrage bei psychischen Problemen – Einsamkeit

 In den Texten über das Rauchen habe ich geschrieben, dass Menschen mit Suchterkrankungen häufig mit Verantwortung überladen werden. "Du hast angefangen. Du bist schuld. Also hör auf." Als wäre damit irgendetwas gelöst. (Rauchertexte sind unten verlinkt) Bei Einsamkeit beobachte ich erstaunlich oft das Gegenteil. Hier werden Menschen häufig komplett aus der Verantwortung genommen. Die Gesellschaft ist schuld. Frauen sind schuld. Online-Dating ist schuld. Social Media ist schuld. Der Zeitgeist ist schuld. Alles ist schuld. Nur du nicht. Beides halte ich für wenig hilfreich. Denn beides nimmt Menschen Handlungsmöglichkeiten. Einmal dadurch, dass man ihnen die komplette Schuld auflädt, natürlich auch für jedes Scheitern am Problem. Das andere Mal dadurch, dass man ihnen erzählt, sie könnten ohnehin nichts verändern. Deshalb möchte ich auch bei Einsamkeit mit derselben Frage anfangen wie beim Rauchen: Ist die Frage nach...

326 Schuldfrage bei psychischen Problemen - Rauchen - Liebe Raucher!

Und nun an euch, liebe Raucher. Ich war selbst etwa 25 Jahre Raucher und wenn man mit mir über Schuld und Egoismus in dieser Hinsicht diskutieren wollte, hätte man nie auch nur einen Hauch erreicht. Deshalb möchte ich euch etwas anderes fragen. Hast du ein Problem mit deinem Rauchen? Und damit meine ich nicht, dass andere Menschen dein Rauchen problematisch finden. Vergiss für einen Moment, was andere über dein Rauchen denken. Nicht: Findet mich jemand deshalb ekelhaft? Nicht: Riecht jemand, dass ich wieder geraucht habe? Nicht: Ist jemand enttäuscht von mir? Nicht: Was denkt meine Familie darüber? Darum geht es hier gerade nicht. SONDERN: Ist es für dich selbst ein Problem? Merkst du, dass du von den Zigaretten abhängig bist und stört dich das? Vielleicht kennst du diese Momente ... Es ist nachts um drei. Du bist schon schlaffertig. Es ist kalt draußen. Du hast...

325 Schuldfrage bei psychischen Problemen - Rauchen - Liebe Nichtraucher!

 Liebe Nichtraucher, erstens: Fangt niemals damit an! Das ist wahrscheinlich die einfachste und wirksamste Form einer Sucht zu entgehen. Ich hoffe, bis hierhin sind wir uns einig. Aber was machen wir mit den Menschen, die bereits angefangen haben? Da wird die Diskussion nämlich schnell interessant. Und leider auch schnell ziemlich sinnlos. Dieser Text handelt deshalb zwar vom Rauchen, aber Rauchen ist für mich dabei auch ein Beispiel für eine größere Frage: Wie gehen wir mit Menschen um, die ein psychisches oder suchtbezogenes Problem haben und etwas daran verändern wollen? Zweitens: Die Schuldfrage Ja, natürlich hat ein Raucher die erste Zigarette meist ohne Zwang angesteckt. Um ein Beispiel zu liefern: Mein 17-jähriges Ich hat eine ziemlich dumme Entscheidung getroffen. Es wusste, dass Rauchen schädlich ist und dass es süchtig macht. Es hat trotzdem angefangen. Mea culpa! Ob zu 100 % unbeeinf...

324 Was meint ihr eigentlich mit Männerhass?

  Ich habe hier einmal aufgeschrieben, was ich darunter verstehe und was für mich ausdrücklich noch kein Männerhass ist. Vieles davon kann unfair sein. Vieles kann dumm sein. Manches kann verletzend sein. Einiges davon sollte man sich vielleicht tatsächlich verkneifen. Aber wenn wir all das schon Männerhass nennen, was wollen wir damit erreichen? Und vor allem: Was meint ihr eigentlich mit Männerhass und was soll durch die Bezeichnung erreicht werden? Vielleicht sollten wir darüber tatsächlich einmal reden. Nicht darüber, ob jemand „auf der richtigen Seite“ steht, sondern darüber, was wir überhaupt meinen, wenn wir das Wort Hass benutzen. Weil wir alle zum Glück in Bezug auf den Begriff "Frauenhass" sensibilisierter sind, habe ich Beispiele mit Äußerungen über Frauen mit aufgeführt. Ich bin auf eure Einschätzungen gespannt: 1. Persönliche Präferenz „Ich möchte keine Männer daten.“ „Ich möchte keine Frauen daten.“ → Kein Hass. Das ist zunächst einmal eine persönliche Entscheid...

323 Blitzlichter aus dem Juli - Erlebniskalender auf „so viel wie geht“

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 Der Juli war so voll. Voller neuer Erfahrungen, die später sicher zu schönen Erinnerungen werden, voller Erlebnisse und Bekanntschaften, dass ich einfach nicht dazu gekommen bin, wie üblich relativ zeitnah festzuhalten, was alles passiert ist. Deshalb gibt es diesmal keine einzelnen Texte zu jedem Erlebnis, sondern einen kleinen Monatsüberblick mit ein paar Bildern und den Geschichten, die dahinter stecken. Bilder chronologisch im Video Und wenn ich jetzt auf diesen Monat zurückblicke, frage ich mich ein bisschen, wie das alles eigentlich in vier Wochen gepasst hat. Da war zum Beispiel das Wochenende an der Jade mit seinem Piratendorf, dem Markt am Bontekai und am Südstrand, mit Flammlachs, Poffertjes und niederländischem Gulasch. Wir waren unterwegs, haben geguckt, gegessen, uns treiben lassen und einfach schöne Tage gehabt. Es gab außerdem Dinge, die viel alltäglicher waren und gerade deshalb dazugehören. Mein Herr Schmitt meldete seinen Wohnsitz in Wilhelmshave...