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158 Akzeptierende Drogenarbeit

  Wie sinnvoll ist das Bestrafen von Konsumenten? Diesen Text schiebe ich schon ein bisschen vor mir her, manche Worte müssen reifen. Doch ich hab heute den Frankfurt-Text geschrieben und saß grad am zweiten Teil davon, da überkam mich der Gedanke das ich dieses Kapitel hier zuerst fertig machen will. Denn meine Haltung zur Drogenpolitik hat sich nicht aus dem Nichts entwickelt, sondern auf einem Boden, den ich im Studium der Sozialen Arbeit in Frankfurt gefunden habe. Ich war zu der Zeit bereits trocken, ich kannte mein Suchterleben und wollte in die Suchthilfe. Es war kein abstraktes Interesse, sondern sehr persönlich. Da war Heino Stöver, bundesweit bekannt für akzeptierende Drogenarbeit. Ich hatte keine Vorlesung direkt bei ihm, aber seine Positionen waren überall präsent. Legalisierung, Entkriminalisierung, Schutz der Konsumenten - das war der Grundsatz. Und auch wenn mein eigener Zugang über den Alkohol kam, meine legale Droge, verstand ich schnell: Es gibt kei...