264 Verhaltensanalyse grob an DBT angelehnt: Rückfall bei Threads

Verhaltensanalyse grob an DBT angelehnt: Rückfall bei Threads 

Datum/Uhrzeit: 26.–27.04.2026, ~24–36 Stunden Dauer

Anmerkung: So was schreibt man normalerweise für sich selbst oder den Psychologen in der Verhaltenstherapie, bei Rückfällen in destruktives Verhalten. Ich hab versucht das genauso ehrlich zu halten, auch wenn manches nicht schön zuzugeben ist.

1. Situation beschreiben

  • Wo/Wann? Im Bus auf dem Weg nach Hamburg, nachts.
  • Was passierte? Nutzte Threads intensiv, trotz selbst beschlossenem Entzug, um Resonanz zu suchen („wieder relevant/wichtig fühlen“).
  • Auslöser: Gefühl von Nichtbeachtung („Niemand im Reallife interssiert sich für mich. Dort läuft bestimmt eine Diskussion, wo einer meiner Text passt“), kombiniert mit Gewohnheit/Langeweile (trotz Alternativen wie Netflix, Podcasts).

2. Gedanken & Gefühle

  • Vor dem Rückfall: „Ich fühle mich unbeachtet, dort könnte ich wieder gewollt/relevant sein.“
  • Während: „Es fühlt sich gut an, wahrgenommen zu werden“ + Schuldgefühle („Ich weiß, das untergräbt Abstinenz“).
  • Nachher: Bestätigt, wie süchtig ich bin + Frustration: „Ich weiß doch wie Sucht funktioniert. Warum ist das trotzdem so schwer?“

3. Körperliche Reaktionen

  • Keine besonderen wahrgenommen, leichte Aufregung wieder dabei zu sein, würde ich sagen

4. Konsequenzen des Rückfalls

  • Kurzfristig: Intensive Interaktion, Gefühl von Relevanz.
  • Langfristig: Abstinenz wird schwerer, die Suchtgewohnheit muss abtrainiert werden.

5. Skills, die hätten helfen können (nur auflisten, keine Bewertung)

  • Worry Time (10 Min. bewusstes Zulassen + Stoppen)
  • Offline-Schreiben
  • der KI nen riesigen Text zum zusammenfassen geben und dann darüber schreiben
  • bewusst Musik hören und darüber schreiben
  • Fünf-Sinne-Übung / Landschaft beobachten
  • Podcasts oder Netflix nutzen
  • Hirnflickflacks (z. B. alle Nichten und Neffen nach Alter ordnen: alle Queenlieder aufzählen, die ich kenne)
  • Frage: „Will ich, dass Threads und ähnliche mein Leben baestimmen?“

6. Was lerne ich daraus?

  • Bestätigung: Resonanzsucht ist mein Kern-Trigger, nicht Langeweile.
  • Erkenntnis: Threads verstärkt das Bedürfnis durch Schnelligkeit & besonders positive Resonanz, weil linke Bubble.
  • Handlungsoptionen: (Benachrichtigungen für Treads ausschalten (so eben erledigt 27.04.26 22:50 Uhr) Wenn das noch mal vorkommt auch nicht mehr die Links zu meinen Texten dort posten, so dass ich nicht mehr reinschauen muss (beruflich) und dadurch dann das private Suchtrisiko sinkt. Ich hab nur wenige Leser, das wäre hart diesen Slot gar nicht mehr zu nutzen. Aber die Plattform passt zu perfekt zu meinen wunden Punkten, sie ist die perfekte Droge für mich, genau deshalb könnte der harte Schritt nötig sein.

Wiedergutmachung (an mir, sonst gab es keine Geschädigten): Ich packe heute endlich die Kisten aus, dann geh ich nen Kaffee trinken, obwohl ich es mir eigentlich nicht leisten kann und quatsche mit realen Leuten.

Update: Die Kisten hab ich ausgepackt, war dann allerdings zu müde zum Kaffee trinken gehen. Wird heute nachgeholt. Über die weitere Nutzung von Threads hab ich nachgedacht. Ich habe zu wenig Leser um auf Threads zu verzichten und meine Diskurs und Resonanzsucht ist gut für die Verteilung meiner Texte. Also werde ich machen, was man, meiner Meinung nach, als Süchtiger nicht machen sollte: Kontrollierten Konsum versuchen. 1 h insgesamt am Tag. Aufteilt auf 2 Blöcke.

Hail algorithm! You won this round.

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