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Es werden Posts vom Januar, 2026 angezeigt.

Kapitel 10 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Ich arbeite besser mit mir selbst zusammen Nach dem Wirken des Lithiums kam ich zurück in meine Wohnung. Ich lebte wieder allein, mitten in Aschaffenburg, in der Innenstadt. Corona kam in die seit 2015 nie wieder ganz beruhigte Welt, doch nun demonstierten durchschnittliche Leute, Alt-Hippies usw. mit offensichtlich Rechten und propagierten Verschwörungserzählungen. Ich blieb als politischer Mensch in der Welt, doch dann kam Anfang 2022 der Angriff Russlands.  Ich hatte jahrzehntelang in einem inneren Dauerlärm gelebt, und jetzt, wo das permanente „Ich will sterben“ weg war, war mir die Welt ein Stück weit egal. Wenn sie die Rechten wollen, wenn ein Weltkrieg entsteht, dann sollen sie es haben. Ich wollte endlich mit mir selbst klar kommen und mich nicht dauernd mit Schwachsinn beschäftigen, nur weil meine Mitmenschen einer Massenpsychose verfallen waren. Ich kannte mich nur als jemand, der sterben will, und wusste nicht, wie man lebt als jemand, der nicht mehr sterben will. Dieses...

Kapitel 9 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Es ist, wie es ist Die Manie und das Danach Alles zu grell um wirklich zu genießen in der Manie 2015 zog ich nach Aschaffenburg. Ich begann mein Studium der Sozialen Arbeit und trennte dann mich von SH und landete schließlich in einer Stadt, die ich immer schon liebte und die für die nächsten zehn Jahre mein Lebensmittelpunkt werden sollte.  Ich hatte mich von einem Menschen getrennt, der mir Halt gegeben hatte und startete in eine neue Lebensphase. Nach einer kurzen Zeit in einer betreuten WG zog ich von den unschönen Zuständen dort zu Zero, den ich zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Jahre kannte, in den ich mich aber Hals über Kopf verliebt hatte. Er war dann sehr lange krank geschrieben, wegen Depressionen und übernahm quasi den kompletten Haushalt, noch nie in meinem Leben wurde ich derart verwöhnt. Privat war es eine ruhige, schöne Zeit. Im Studium forderte ich mich sehr, begann mich auch noch in der Hochschulpolitik zu engagieren. Aber das alles fraß mich auf. Ich weiß nicht wie ...

Kapitel 8 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Ich hab mich für mich entschieden - Wie halte ich mich nur aus? Im letzten Kapitel habe ich beschrieben, dass ich mich für mich selbst entschieden habe. Kapitel 8 beginnt danach. Nicht mit einem Neuanfang, sondern mit der Frage, wie ich es überhaupt aushalten kann, ich selbst zu sein. Ich war zu diesem Zeitpunkt trocken. Die Abwesenheit von Alkohol machte alle meine sozialen Schwächen und Ängste sichtbarer.  Ich wohnte ja nun in einer betreuten Wohneinrichtung. Parallel bekam ich zum ersten Mal eine gesetzliche Betreuung. Zwei unterschiedliche Dinge, die mir auf unterschiedliche Weise geholfen haben. Das betreute Wohnen brachte Struktur in meinen Alltag und gab mir soziale Kontakte vor denen ich mich nicht so schnell blamieren konnte, die gesetzliche Betreuung nahm mir Verantwortung ab, die ich damals nicht tragen konnte.  In dieser Zeit begann auch die DBT-Therapie in Nürnberg. Ich war mehrfach dort, jeweils für einige Wochen. Die DBT war mehr als nur wichtig für mich, aber s...

Kapitel 7 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Gewogen, gemessen und als nicht gut genug befunden Nutzlos. Schädlich. Dann lasst mich. Ich entscheide mich für den Dämon. LG Anne Warum ich mich für den Dämon entschied: TRIGGERWARNUNG! Ich hatte also noch nicht mal das geschafft... nicht mal mich selbst aus dieser Welt nehmen bekam ich hin. Versager - einfach nur ein Versager, in einfach allem. Nun saß ich hier in der Psychiatrie unter Tavor, schaffte es nicht mal zu lesen, ich der Bücherfresser, aber mir ging es einigermaßen okay, mir war ziemlich alles egal, Tavor ist echt ne Scheißegal-Pille, man fühlt nicht mehr, man kann noch ein bisschen denken durch Watte. Ich war da, die Welt war draußen, ich war drin und ich war zum ersten Mal seit vielen Jahren glücklich, weil ich Ruhe vor der Welt hatte.  Es gibt zwei Menschen, die mir direkt nach dem Suizidversuch 2009 geholfen haben zu überleben und denen ich immer noch sehr dankbar bin. Aber es hinterließ immer so ein bisschen ungesagt: "Was hast du uns nur angetan?". Auch bei...

Kapitel 6 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Warum ich es überhaupt bis 2009 geschafft habe Latente Suizidgedanken hatte ich etwa seit meinem elften oder zwölften Lebensjahr. Akute mal mehr und mal weniger häufig. 2009 war ich siebenundzwanzig Jahre alt. Man könnte ausrechnen, an wie vielen Tagen ich mich in diesen Jahren nicht umgebracht habe. Man könnte die Tage berechnen, an denen ich mich bewusst oder unbewusst gegen den Suizid entschieden habe, aber auch so wird klar: Es hat Gründe gegeben, die mich am Leben hielten. Einer dieser Gründe war meine Liebe zu Musik, Geschichten, Filme, Games und Fantasie. Bei uns war das erlaubt. Lesen war nicht nur geduldet, sondern erwünscht. Bücher standen überall, Kino war nichts Verruchtes, Musik nichts Verdächtiges. Man durfte sich für Dinge begeistern, auch für seltsame. Ich habe Bücher verschlungen, Filme aufgesogen, Serien geliebt, Welten gebaut und bewohnt, die mir sagten, solange du dein Innen hast bist du immer frei. Popkultur ist für mich kein Zeitvertreib, sondern ein Denkraum. Ort...

Kapitel 5 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Kapitel 5 Funktionieren bis zum Zerbrechen Alkohol war nichts Besonderes. Er gehörte einfach dazu. Auf dem Dorf, in meiner Generation, war es normal, spätestens mit fünfzehn, sechzehn am Wochenende zu trinken. Wenn man zusammen saß, trank man. Wer nicht trank, fiel eher auf als jemand, der es tat. Für mich war Alkohol von Anfang an Selbstmedikation. Er machte Gespräche leichter, senkte die Anspannung, ließ mich weniger darüber nachdenken, wie ich wirke, ob ich passe, ob ich falsch bin. Andere Menschen mögen mich lieber, wenn ich nicht nüchtern bin. Während der Ausbildung blieb das so. Trinken war etwas für Wochenenden, für Situationen, in denen man unter Menschen war. Wenn ich aus irgendeinem Grund nicht trinken konnte, wenn ich mit anderen zusammen war fühlte ich mich unwohl. Das änderte sich nicht abrupt, sondern schleichend. Mit dem Abitur auf der Berufsoberschule begann eine Phase, in der mein Leben insgesamt enger wurde. Zur Schule waren es 60 km einfach, ich pendelte lange Streck...

Kapitel 4 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Kapitel 4 Sich den Ängsten stellen  In der Schule war ich also stets sehr isoliert und fand keinen wirklichen Anschluss. Mit siebzehn traf ich eine Entscheidung, die rückblickend absurd und folgerichtig zugleich war. Ich war schüchtern, unsicher, voller Scham, sozial unbeholfen und gleichzeitig jemand, der reden wollte, senden wollte, gesehen werden wollte, und genau deshalb entschied ich mich für eine Ausbildung, in der man mit Menschen zu tun hat, im direkten Kontakt, im Verkauf, im Gespräch, im Blickfeld anderer. Nicht, weil mir das lag, sondern weil mir klar war, dass die Gefahr bestand nur zu lernen wie man Kontakte aufbaut. In meiner Familie war klar, dass man einen Handwerksberuf lernt, etwas „Gescheites“, etwas, das trägt. Ich entschied mich für die Augenoptik, aus Leidenschaft für Brillen und weil sich dort mehrere Dinge trafen, die ich mir zutraute: präzises Arbeiten, technische Zusammenhänge, Strahlengänge, Mathematik, die mir später noch Probleme machen sollte, und eben...

Kapitel 3 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Kapitel 3  Du bist überflüssig Ich erinnere mich an meinen ersten Schultag. Ich sah die Buchstaben an der Wand, erkannte fast alle und dachte: „Das wird gut!“. Dann bekamen wir Sitzplätze und ich wusste schnell: „Das wird auch Hölle!“. Man sollte sich einen Platz suchen. Die anderen Kinder wussten offenbar, wohin sie gehörten, sie bewegten sich mit einer Selbstverständlichkeit, die mir fehlte. Ich war nicht im Kindergarten gewesen, kannte die unausgesprochenen Regeln nicht. Ich kam neu dazu und spürte zum ersten Mal, was mich seit dem begleitet: „Du bist hier nicht willkommen“.  Dass ich dort saß, war nicht von Dauer. Ich wurde umgesetzt, zwischen die Jungs. In diesem Alter ist das keine neutrale organisatorische Entscheidung, sondern eine weitere Markierung als „nicht passend“. Niemand sprach mit mir, aber die Botschaft war klar.  In den Pausen wich ich aus, nicht aus Überheblichkeit, sondern aus Überforderung. Ich wusste schlicht nicht, wie man Anschluss findet, und mei...

Kapitel 2 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Kapitel 2 Kindheit inmitten von Arbeit, Tieren und Verantwortungsbereichen Ich bin in eine Familie hineingeboren worden, in der Zuständigkeiten keine pädagogische Entscheidung waren, sondern sich schlicht aus der Anzahl der Menschen, der Menge an Arbeit und der begrenzten Zeit ergaben. Es gab viele Kinder, es gab die Nebenerwerbslandwirtschaft mit den Tieren, es gab einen Alltag, der funktionieren musste, und es gab Eltern, die selbst nie gelernt hatten, dass Kindheit ein geschützter Raum sein könnte. Entsprechend war auch meine eigene Kindheit weniger ein Schonraum als ein Mitlaufen, ein Dabeisein, ein Hineinwachsen in etwas, das längst in Bewegung war, bevor es mich gab.  Aufgezogen haben mich nicht in erster Linie meine Eltern, sondern vor allem meine Geschwister. Besonders meine älteste Schwester T und mein Bruder E waren früh Verantwortungspersonen für mich, später auch meine Schwester S und mein Bruder J. Sie haben mir Dinge beigebracht, die meist eher Eltern beibringen: lauf...

Kapitel 1 Kaputt geliefert. Trotzdem geblieben.

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Kapitel 1 Bevor es mich gab  Meine Eltern haben sich noch als Kinder auf einem Bauernhof kennengelernt, weil sie beide arbeiten mussten. Die Nachkriegszeit kannte da keine Gnade.  Meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt bereits geprägt von einer Kindheit, die ich mir nur schwer vorstellen kann, obwohl ich sie oft erzählt bekommen habe. Sie wurde 1940 geboren, mitten in den Krieg hinein, und ihre frühen Erinnerungen handeln von Dunkelheit im Keller, von Angst, von nicht den Radiosender einstellen dürfen und von Erwachsenen, die selbst Angst hatten. Ihre Eltern waren überzeugte, ich denke das kann ich so sagen, Nationalsozialisten, und blieben es auch bis zu ihrem Tod, die Erziehung war hart, autoritär, durchdrungen von der schwarzen Pädagogik jener Zeit. Hunger, körperliche Arbeit schon als Kind, auch schon früh fast und dann komplett den ganzen Haushalt führen, und auch Misshandlungen, all das gehörte zu ihrem Alltag.  Sie liebte aber auch Bücher, Kino, Musik (besonders Rock...

185 Ein Tonstudio ist keine Echokammer

Gerade erschien ein typischer Pop-Psychologie-Artikel auf meiner Startseite: https://www.glamour.de/artikel/persoenlichkeitstyp-echoist-so-erkennst-du-ihn [Glamour, 21. Januar 2026] Der erste Gedanke... och neee nicht schon wieder angebliche Narzissten. Doch mein zweiter Gedanke war tatsächlich: Echoisten, wie wunderbar, genau die suche ich. Menschen, die zuhören können. Die die Ball zurückspielen. Die Interesse zeigen. Fragen stellen. Beim Thema bleiben. Die Echo geben. Dann habe ich den Text überflogen. Und selbst dabei gemerkt: Das ist nicht das, was ich unter Echo verstehe. Was dort beschrieben wird, sind keine Menschen, die besonders gut Resonanz erzeugen. Es sind Menschen, bei denen Resonanz verschwindet. Menschen, die nicht spiegeln, sondern die Wirkung verschlucken. Die nichts zurückgeben, weil sie bloß niemanden stören wollen. Das ist kein Echo. Das ist Schallabsorption. Überspitzt gesagt: Wenn man so jemanden Echoist nennt, ist das ungefähr so, als würde man ein ...

184 Warum begann es ausgerechnet auf Wattpad und warum 'endet' es jetzt?

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Ich weiß gar nicht mehr genau, wann das anfing. Wahrscheinlich 2020 oder 2021. Corona, Klinik, schlechtes WLAN, Netflix halb durch, alles irgendwie langweilig. Ich war früher eine Leseratte, aber meine Konzentrationsfähigkeit hatte in den letzten Jahren sehr gelitten, eventuell auch durch Psychopharmaka. Ich brauche selten Anregung wenn ich es mir selbst mache, aber wenn dann bringen Pornos eigentlich meist das Gegenteil von Erregung, sexuelle Stellen in Büchern allerdings sind der Shit in der Hinsicht für mich. Und dann habe ich mir gedacht: Es gibt doch sicher Lese-Apps. Irgendwo muss es doch genau solche Geschichten geben. So bin ich auf Wattpad gelandet. Später habe ich dort Fanfiction für mich entdeckt. Und zwar nicht irgendeine, sondern Marvel-Fanfiction. Vor allem Loki. Die Serie kam 2021 raus, ich habe sie damals mit Zero geguckt, und sie hat mich völlig erwischt. Diese Figur, zerrissen, stolz, verletzlich, klug, witzig, grausam – das war genau mein Geschmack. Un...

183 Tabakrauchen, Ersatzmethoden und meine Entscheidung

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  Ein persönlicher Essay zwischen Datenlage, Erfahrung und Harm Reduction Meine Frage Ich konsumiere gelegentlich THC und CBD. Nicht täglich, nicht als Selbstmedikation, sondern vergleichbar mit einem Feierabendbier oder einem Glas Wein bei manchen. Diese Form des Genusses möchte ich mir nicht verbieten. Was ich mir sehr wohl verbieten will, ist wieder Zigaretten zu rauchen. Nicht „ab und zu", nicht „kontrolliert", sondern so, wie ich es leider kenne. Jeden Tag teilweise vierzig selbst gedrehte Zigaretten. Das ist das, was ich vermeiden will. THC- und CBD-Genuss möchte ich trotzdem ermöglichen und das möglichst mit wenig Schaden für mich selbst. Gleichzeitig muss das praktikabel genug für mich sein, um das durchzuhalten. Meine bevorzugte Darreichungsform war lange der Joint mit Tabak. Er ist haptisch vertraut, ritualisiert, "geschmacklich" mein Favorit. Der Tabak ist für mich dabei kein neutraler Zusatz. Diese Erkenntnis ist nicht theoretisch, sie ist...

181 Quality Time? Echt jetzt?

 Dieser Begriff hat auch für mich immer einen faden Beigeschmack gehabt. Als ob man Nähe und eine gute Zeit fest planen könnte, am besten indem man viel Geld und Planung investiert. Teures Restaurant, aufwendiger Kurztrip, tolles Event. Das sind alles gute Sachen und ab und an sollte man sich etwas gönnen, aber so etwas macht nicht plötzlich Nähe gültig. Trotzdem konnte ich mich dann doch noch mit dem Ausdruck anfreunden, und zwar wenn man nicht nach Planung und Aufwand geht, sondern nach Unersetzlichkeit des Miterlebenden. Egal ob man Kanu fährt, schweigend den Jakobsweg wandert, einen Tisch zusammenbaut oder 2 Stunden über eine Szene in Fallout diskutiert. Wenn man merkt, das kann und will ich gerade ausschließlich mit dieser einen Person erleben, dann ist es für mich Quality Time. Auch Sex kann demnach Quality Time sein, aber wenn es die einzige Art ist sie zu erreichen muss jeder selbst wissen ob es reicht. Das man das in einer andauernden Partnerschaft oder auc...

180 Interessant sein ist keine Eigenschaft

 Ich glaubte lange, interessant sein sei eine Eigenschaft, und verbrachte viel Zeit damit, zu versuchen, interessanter zu werden. Erst nach vielen Jahren im Online-Dating, kombiniert mit Therapiewissen und Reflexion, wurde mir deutlich, wie sehr ich mich dabei auf dem Holzweg befunden hatte. Und das auch erst, als ich mir endlich eine andere Frage stellte: „Wann finde ich eigentlich ein Gespräch oder auch eine Person interessant?" Die Antwort darauf war mir recht schnell klar. Immer dann, wenn mir glaubhaft Interesse an meiner Person oder meinem Charakter, meinen Denkweisen, Emotionen, Einstellungen, Hobbys, meinem Musikgeschmack oder irgendetwas in dieser Art gezeigt wurde, empfand ich ein Gespräch als spannend. Ich möchte den Eindruck haben, dass ich in meinem ganzen „So-Sein" für dieses Gespräch unersetzlich bin. Und ich muss leider sagen, dass dieser Eindruck bei mir nicht durch geäußertes sexuelles Interesse an mir entsteht. Ich könnte sogar sagen: je höher ...

179 Jahresrückblick 2025

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Ich werde dieses Jahr anhand der Themenlinien erzählen die aufkamen, grob ist es auch chronologisch geordnet. Es nicht der Rückblick geworden, den ich haben wollte, aber für mich ist diese reflektive Rückschau immer etwas sehr wichtiges.  Was waren bei euch für Themenblöcke relevant? Was sind eure Schlüsse daraus? Was ist aus "Nie wieder" geworden? Dieses Jahr war für mich geprägt von einer sehr konkreten Angst: der Angst vor dem Rechtsruck, vor einem gesellschaftlichen Klima, in dem „nie wieder" immer mehr zu einer leeren Formel wird. Was mich dabei am meisten belastet hat, war weniger die Angst selbst als die Erfahrung, sie manchen kaum vermitteln zu können. Nicht, weil mir Argumente fehlten, sondern weil die Dringlichkeit dessen, was ich wahrgenommen habe, bei anderen nicht angekommen ist.  Eskalation in einem Forum Ein ähnliches Muster zeigte sich auf der Seite für psychisch erkrankte, auf der ich seit Jahren bin. Mir wurde unterstellt ich wäre nicht ...