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337 Der Angst zum Trotz - Epilog - Nervig nervig nervig. Das übe ich noch.

Jede Reise macht etwas mit mir. Jede hinterlässt Erinnerungen. Manche bringen neue Menschen in mein Leben. Manche zeigen mir etwas über mich selbst. Diese Reise brachte vieles mit sich. Ich bin gar nicht wegen der Berge 2 Tage lang gen Süden gefahren. Es war um einer Freundin in einer schweren Zeit beizustehen. Während dieser Reise ist mir eine Sache über mich selbst klar geworden, eine Hoffnung wurde zerstört und am Ende konnte ich doch auf mich stolz sein. 1. Echte Begegnungen Ich habe in den letzten Monaten geglaubt, vielleicht hätte sich etwas an mir verändert. Nicht, dass ich klüger geworden wäre. Sondern dass ich Menschen inzwischen eher neugierig auf das machen kann was ich kann und weiß. Weil Herrn Capybara Schmitt-Beutlin sogar dann meine Meinung zählt, wenn Dinge mal schwierig, kompliziert oder stressig sind. Ich liebe es Menschen zu treffen, die sich auf mich freuen, die gern mit mir reden. Für solche echten Begegnungen bin ich bereit einen 3h Umweg in mein Heimatdorf zu fah...

336 Der Angst zum Trotz VI - Von den Alpen bis zum Wattenmeer

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23.09.2026, 04:47 Uhr  Ich verlasse die Wohnung von Michi, laufe mit viel zu viel Gepäck durch die Dunkelheit Richtung Bahnhof, weil die ganze Nacht immer wieder einen Satz im Kopf hatte: „ Ich will heim.“ Eigentlich wäre ich bis Freitag geblieben. Stattdessen sitze ich gleich fast 18 Stunden in Regionalbahnen und einem Bus, aus Österreich raus und einmal quer durch Deutschland bis nach Wilhelmshaven. Das hier ist keine Urlaubsrückfahrt. Es ist eine Heimkehr. Ich habe mir bei der Wanderung zur Alm ( Schön schön schön - Das mache ich nie wieder ) zu viel zugetraut, aber dadurch wurde mir noch klarer, dass ich mir insgesamt in den letzten Monaten zu viel vorgenommen hatte: zwei Umz ü g e , Hamburg, Wangerooge, Langeoog, Harz, Franken, Österreich. Seit Mai wohne ich in Wilhelmshaven und war gefühlt ständig woanders. Jetzt möchte ich zum ersten Mal dort einen Alltag anfangen. Die Challenge beginnt also heute: „Von den Alpen bis zum Wattenmeer“. Mal sehen, ob ich alle Umstiege meiste...

335 Der Angst zum Trotz V - Schön schön schön - Das mach ich nie wieder

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Ich bin wirklich auf einer Alm. Mehr noch, ich habe hier übernachtet. Jetzt war ich eben pinkeln und habe kurz aus der Hintertür fotografiert. Es regnet. Das macht das Bild fast mystisch.  Schafberg in der ersten Dämmerung  Dann hat mein herzallerliebster Herr Schmitt-Beutlin mir wegen meines Jammerns über den Weg hier „Fenster zum Berg“ von Blumentopf empfohlen und die Erinnerungen wurden wieder ausgerollt.  Des Hobbits kurze, dicke Beine haben ihn den Spinnenpass nach oben getragen. Es fing in Unterach idyllisch an: Ich habe mich überschätzt. Diese Quest war zu groß. Michi übernahm die Rollen von Sam, Gandalf und Streicher gleichzeitig. Sie war Wegfinder, Motivator und trug die letzte Strecke sogar mein Gepäck.  Meine Würde und meinen Stolz musste ich auf dem Weg auf die Alm ablegen.  Einziges Foto meines treuen Stabs, episch, crafted by Michi  Die Würde gleich am Anfang, als der Weg ein paar Kilometer über einen quasi nicht mehr erkennbaren Pfad quer dur...

334 Der Angst zum Trotz IV - Das Abenteuer geht weiter

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18.09.2026 Mein Bruder E. (auch „Meister E.“, „alter Besen“, „genauester Mensch seit Erfindung der Taschenuhr“ oder „Mister Wasserwaage“ genannt) war zu der Zeit in Kur in Bad Reichenhall und rief mich an ob ich zu seinem Geburtstag im Oktober komme. Ich meinte „Nein, aber ich bin bald in der Nähe von Salzburg, vielleicht können wir uns da treffen.“ Er hat nämlich ein neues Spielzeug, ein E-Dreirad, mit dem er viel unterwegs ist. Und schon am ersten Tag nach meiner Ankunft meldete er sich kurz vor Salzburg zu sein. Wir waren grad nach einem Spaziergang am Attersee Einkaufen und mir war das auch etwas zu spontan, weil 1,5 h Fahrt uns trennten. Aber ein Treffen über 400 km von seinem und etwa 900 km von meinem entfernt ist so herrlich absurd, dass es auf jeden Fall eine legendäre Erzählung werden könnte. Ich hatte das Gefühl Michi wäre nicht begeistert, aber ich sagte ihr auch dass sie nicht mit muss. Mister Wasserwaage erzählte viel von seinem Fahrrad und einem Geschenk was er sehr mühe...