210 Parasoziale Beziehungen
Wenn Nähe zur Ware wird Parasoziale Beziehungen sind kein Phänomen des Internets. Sie existierten lange vor Social Media. Menschen fühlten sich Elvis nahe, imaginierten Beziehungen mit Marilyn Monroe, glaubten, Michael Jackson zu „verstehen“. Auch heute gibt es bestimmt Menschen, die überzeugt sind, eine besondere Verbindung zu Taylor Swift oder ähnlichen Stars zu haben. Gemeint ist mit dem Begriff, dass eine einseitige Beziehungsvorstellung entsteht, obwohl faktisch keine Gegenseitigkeit existiert. Nicht gemeint ist damit Sympathie oder regelmäßiger Konsum der Inhalte. Bei klassischen Stars war diese Dynamik begrenzt durch Distanz. Filmstars reagierten nicht live auf Fanbriefe. Sänger nannten keine einzelnen Zuschauer beim Namen. Die Projektion war stark, aber die Interaktion gering. Mit Social Media ändert sich die Architektur. Content Creator - ob auf YouTube, Twitch oder anderen Plattformen - interagieren. Sie lesen Kommentare. Sie reagieren auf den Chat. Sie bedanken sich namentli...